Das Anwesen von der Nemours-Famile

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Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Léon Nemours am So Aug 21, 2011 3:17 am

Die Adelsfamilie Nemours hat ein großes Anwesen im reichen Stadtviertel mit einem dazugehörigen Garten, welcher stets einen grünen gepflegten Rasen hat. Einige Laubbäume stehen auf dem gewaltigen Grundstück und werfen kühle Schatten auf den Boden, in denen sich manche Mitglieder der Familie gerne hinsetzen falls die Sonne unbarmherzig herab scheinen sollte und sie der Gefahr entdringen wollen, einen Sonnenbrand zu bekommen oder die Hitze direkt auf der Haut zu spüren. Das Haus hat drei Stockwerke mit mehrern Bade-und-Schlafzimmern, sowie auch Büros und sonstigen Räumen. Das Grundstück ist von einem hohen Gitterzaun von den anderen abgegrenzt, unbemerkt hinein zu kommen ist schwer wobei es auch einige Diebe geschafft haben sollen, hinein zu klettern allerdings in die Fallen von Léon getappt zu sein. Das Anwesen ist luxuriös und mit teuren Möbeln eingerichtet, die Farbe innen ist abwechslungreich aber öfters schlicht - Die äußere Wänden sind cremefarben angemalt worden und vermitteln bei manchen einen warmen Eindruck.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Shareena am So Aug 21, 2011 3:31 am

Shareena landete direkt neben dem jungen Mann, der offensichtlich sein Bewusstsein verloren hatte. Kurz sah sie sich um, um sicherzustellen, dass niemand sie gesehen hatte. Mit leichter Scheu nahm sie den Rothaarigen und legte ihn unter einen der Laubbäume, sodass er halb aufrecht sitzend, gegen den Stamm lehnte. Ihre weißen Flügel hatte sie mittlerweile wieder eingezogen und ihr leerer Blick lag auf dem Mann. Ihr seht euch so ähnlich. Wurdest deshalb ausgerechnet du ausgewählt. Zögerlich trat sie auf ihn zu, beugte sich ein Stück hervor und legte eine Hand auf seine Stirn. Ihre Handfläche leuchtete in hellem Weiß auf. Nachdem sie sich sicher war, dass es ihm nun besser gehen müsste, wartete sie nur darauf, dass er seine Augen öffnen würde.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Léon Nemours am So Aug 21, 2011 3:49 am

Weißes Licht leuchtete augenblicklich in der stillen und unendlichen Finsternis auf und erhellte alles, was von ihm berührt wurde. Alles schwarze verging und wurde stattdessen in eine leuchtende Farbe getaucht - Die Leere verging, sowie auch der stumpfe Schmerz in Léons Kopf von dem er zuvor plötzlich in die Bewusstlosigkeit befördert worden war. Der junge Mann spürte eine ihm unbekannte Präsenz, vor der er Angst hatte, aber anderseits auch fasziniert war da sie sich so außergewöhnlich und himmlisch anfühlte. Vorsichtig schlug Léon seine blaue Augen auf und blinzelte schwach mit ihnen bis er seine Lider vollkommen aufschlug und in ein sanftes Gesicht blickte, das ihn zwar besorgt aber auch ängstlich ansah. Ein Engel etwa? Sie scheint mir geholfen zu haben...Ein leichtes Lächeln umspielte Léons wohlgeformte Lippen während er die Fremde vor sich musterte und überlegte, was er nun sagen sollte.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Shareena am So Aug 21, 2011 4:02 am

Shareena zuckte leicht zusammen, als er seine Augen aufschlug und zog ihre Hand nun wieder zurück. Was sie jedoch faszinierte war, dass er ihrem Bruder wie aus dem Gesicht geschnitten war. Selbst die Augen glichen sich. Doch um sich von diesem Thema wieder zu entfernen, fragte sie sich, was sie nun tun sollte. Sie hatte keinerlei Idee, was sie tun oder machen sollte, schließlich war dies seit vielen Jahren ihr erster Umgang mit einem fremden Menschen und zudem auch ihr erster 'Schützling'. Nur zögerlich und für einen kleinen Augenblick erwiderte sie ein schwaches Lächeln, ehe sie ruhig zu sprechen begann. "Ich hoffe doch, dass es Euch gut geht." Die Unsicherheit in ihrer Stimme war durchaus zu vernehmen.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Léon Nemours am So Aug 21, 2011 4:12 am

Kurz verzog Léon sein Gesicht schmerzhaft als er versuchte sich aufzurichten, dennoch tat sein Rücken ein wenig weh weswegen er so gelehnt an dem Baum sitzen blieb und die Frau vorsichtig ansah nachdem er die Unsicherheit in ihrer ruhigen Stimme deutlich hören konnte. Es war zwar ein schöner Anblick ihr leichtes Lächeln zu sehen, dennoch war der rothaarige wegen ihrer Unruhe besorgt obwohl ihm zuvor selbst ein Unfall passiert war. "Es geht mir nun besser, da Ihr mir geholfen habt - Und habt Dank dafür, dass Ihr mich aus der Bewusstlosigkeit zurückgeholt habt, aber wie Ihr es geschafft habt ist mir ein Rätsel. Ist es mir zugeteilt Euren Namen zu wissen?", antwortete er leise und sah die Fremde fragend an.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Shareena am So Aug 21, 2011 4:24 am

"Nennt mich Shareena." Deutete sie ihm und lies dabei absichtlich ihren Nachnamen weg. Aus dem Grund, dass sie nicht stolz war ihn zu tragen und weitere Namensträger gab es nicht. "Verratet Ihr mir auch Euren?" Stellte sie somit die Gegenfrage mit höflichem Ton und schon überlegend, wie sie ihm erklären könnte, dass sie von nun an, für seinen Schutz verantwortlich war. Über die Reaktion vermag sie nicht nachzudenken. Zwar gebühren ihr einige Fähigkeiten, doch in die Seele eines Menschen zu blicken, gelang ihr noch nicht.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Léon Nemours am So Aug 21, 2011 4:28 am

"Mein Name ist Léon...Nemours...", antwortete der 19-jährige bedacht und kurz schweiften seine Gedanken zur Seite, bis er Shareena leicht anlächelte und vorsichtig versuchte sich aufzusetzen - was ihm auch nun gelang. "Könntet Ihr mir verraten, wie Ihr es geschafft habt mich zu retten? Ich kann mich noch gut erinnern von etwas hartem geschlagen worden zu sein, aber nicht dass Ihr zuvor im Garten wart...", stellte er Shareena nun die Frage die ihn lange beschäftigte seit er aufgewacht war.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Shareena am So Aug 21, 2011 4:35 am

Der Engel war überrascht über diese direkte Frage, doch nickte sie. Nun brauchte sie sich zumindest nicht überlegen, wie sie anfangen könnte. "Ich kam in dem Moment, als sich Eure Augen schlossen." Sprach sie, mit einem schwachem Lächeln auf den Lippen. "Mir wurde, nach meinem Tot, ein zweites Leben geschenkt. Als Engel. Mir wurde die Aufgabe zu Teil Euch zu begleiten und zu schützen." Erklärte sie und schwieg einen Moment, darauf wartend, wie seine Reaktion ausfiel.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Léon Nemours am So Aug 21, 2011 4:44 am

Léon brauchte mehrere Sekunden um nun wirklich zu verstehen und zu begreifen, was Shareena ihm nun gesagt hatte. Sie hatte wirklich die Schönheit eines Engels, aber dass sie nun wirklich ein himmlisches Wesen und nun dazu bestimmt war ihm zu folgen und zu beschützen war unbegreiflich. "Also seid Ihr nun...ein Schutzengel und müsst mich nun jeder Zeit beschützen, wenn eine Gefahr droht? Verzeiht meine Unruhe, aber ich habe so etwas noch nie gehört...Dennoch sollte man nicht daran zweifeln, dass es faszinierende Wesen gibt...", erwiderte Léon letztendlich und wandte den Blick nachdenklich ab.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Shareena am So Aug 21, 2011 4:55 am

Schwach nickte Shareena und war ein wenig verwundert, dass Léon, zumindest äußerlich ruhig aussah. Langsam setzte sie sich hin und strich mit den Händen über den Rasen, ehe sie auf einer Stelle verharrten. Bewundernd ließ sie ihren Blick über den Teil des Grundstückes schweifen, den sie sehen konnte. Den Wind ließ sie sich sanft übers Gesicht schweifen. Wie viele Jahre ist es nun her, dass ich den Wind im Gesicht und die Erde unter mir vernahm. Ich habe die Schönheit der Länder schon fast vergessen... Ein erfreutes Lächeln trat auf ihre Lippen, ehe sie sich nun wieder an ihren Schützling wandte, der es ihr überhaupt ermöglichte die Erde wieder zu betreten. "Schutzengel. Dies trifft es sicher." Murmelte sie verträumt, da sie selbst noch nicht auf dieses Wort gekommen war. "Wohl war. Faszinierende Wesen gibt es..." Wiederholte sie seine Worte und schmunzelte im Inneren.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Léon Nemours am So Aug 21, 2011 5:03 am

Langsam hatte Léon seinen Kopf gehoben um Shareena erneut anzusehen, gerade blies der Wind in ihr feines Gesicht und wehte ihre langen braunen, leicht gewellten, Haare zurück weswegen der rothaarige den Schutzengel auch lächelnd betrachtete - Es freute ihn, dass ein Lächeln ihre Lippen zierte und sie den Teil des Grundstückes betrachtete, das in ihrer Nähe war. Sie als Engel macht die Schönheit der attraktivsten Frau streitig...Sie meinte aber, dass ihr eine zweite Chance gegeben worden war - War sie also auch vorher so faszinierend? "Wie ist es so als Engel? Ihr meintet, dass Ihr schon einmal gestorbend seid...Also saht Ihr schon immer so aus?", fragte Léon Shareena nachdem sich diese ihm wieder zugewandt hatte und verträumt seine Meinung vertreten hatte.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Shareena am So Aug 21, 2011 5:15 am

Für eine passende Antwort musste Shareena selbst ein wenig grübeln. Schließlich hatte sie einen Großteil ihrer Vergangenheit versucht zu vergessen. Wie sah sie nun also aus? Schon fast automatisch fuhr ihre Hand auf ihre Wange und tastete kurz, nur um festzustellen, dass dort nichts war. "In meinem Leben als Mensch, trug mein Körper einige Zeichen von Verletzungen. Die Meisten in Form von Narben. Mein Lebensstandard entsprach, zumindest später, nicht Eurem. Ich trug keine Kleider wie dieses..." Sprach sie und deutete auf ihr weißes, Knie langes Kleid. "Dennoch kann man sagen, dass ich so ausgesehen habe." Führte sie ihre Aussagen nun zu einem Ende.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Léon Nemours am So Aug 21, 2011 5:24 am

"Dann seid Ihr wirklich von Natur aus eine umwerfende Schönheit...", meinte Léon nachdenklich und winkelte vorsichtig sein Knie an, um seinen rechten Arm darauf zu lehnen um letztendlich seinen Kopf in den Nacken zu legen und mit blauen schläfrigen Augen hinauf in die grünen Baumkronen zu sehen. Ihm war bewusst, dass er dem Engel gerade ein Kompliment gemacht hatte - Und das machte er nur wenigen. "Wisst Ihr noch vor wie vielen Jahren Ihr ein Mensch wart? Narben sind hässliche Dinge, sie erinnern einen ständig an das Vergangene...Ich möchte Euch nicht dazu zwingen mir etwas davon zu sagen, selbst mir ging...oder geht es schlecht und meine Seele hat auch Narben davon abbekommen...und mein Körper leidet darunter", hauchte er bekümmert und schloss seine Augen zur Hälfte um die Trauer in ihnen zu verstecken. Er richtete seinen Blick wieder auf Shareena, bemühte sich nun aber seine verletzbaren Gefühle hinter einer neutralen Maske zu verhüllen.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Shareena am So Aug 21, 2011 5:38 am

Shareena war ein wenig erschrocken über diese Aussage und blickte ihm völlig überrumpelt ins Gesicht, nur um anschließend leicht peinlich berührt zur Seite zu sehen. Ein schwacher rosa Hauch legte sich dabei über ihre Wangen, was jedoch nur beim genauen hinsehen zu erkennen war. Warum sagt er sowas? Fragte sie sich selbst und sah nun wieder direkt zu ihm, als er wieder zu sprechen begann. Mitfühlend sah sie ihn an, die Scheu darüber über ihn vergessend. Darum hat man mich zu ihm geschickt. Nicht nur wegen des Unfalls. Auch innerlich leidet er. Die aufgesetzte Maske erinnerte sie daran, wie sie mit ihrer Vergangenheit umging. Es war nicht ihre Art, mit einem nahezu Fremden über die Vergangenheit zu sprechen, doch gab er ihr ein sicheres Gefühl und auch die Zeichen, dass er sie verstehen könnte. Sie legte ihren Kopf in den Nacken und blickte mit ausdruckslosem Gesicht direkt in den Himmel. "Ich weiß es nicht mehr genau. An die Zeit dachte ich nie. Ich denke jedoch, dass es nun schon mehr als 300 Jahre sind." Erklärte sie nachdenklich und sah nun wieder direkt zu Léon. "Ich erinnere mich nicht mehr an alle Dinge. Doch eine geliebte Person vergisst man auch in vielen Jahren nicht. Genauso wenig vergisst man eine gehasste..." Leicht betrübt sah sie zu Boden und verdrängte das Gesicht, dass sie oft Nächte verfolgte und ihr Schmerzen zufügte. "Mein Vater zeigte mir eine andere Art der Zuneigung..." murmelte sie und hoffte er verstand, was sie damit meinte.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Léon Nemours am So Aug 21, 2011 5:52 am

Léons neutraler Gesichtsausdruck veränderte sich plötzlich als Shareena ihm einen Teil ihrer Vergangenheit, zwar indirekt, verraten hatte. Der Blauäugige blickte den Engel verwundert an und lauschte ihrem Gemurmel, er spürte wie sehr sie litt und lächelte sie mitfühlend an - weswegen er auch seine aufgesetzte Maske vergaß und niederfallen ließ. Der rothaarige musterte Shareena mitleidend und verstand das, was sie ihm gesagt hatte. Dass der Vater seiner eigenen Tochter einen solchen Schaden zufügen kann...Unfassbar, einfach nur fassungslos...300 Jahre sind eine sehr lange Zeit und dennoch kann sie die zwei Personen nicht vergessen - Bei ihrem Vater ist das selbstverständlich, aber wer ist die geliebte Person? "Eurer Vater war ein böser Mensch...Ich verstehe, welche Qual Ihr erleiden musstet, aber nicht wie es sich anfühlt...Wisst Ihr noch, wer die Gestalt ist die Ihr liebt?", wisperte Léon und sah die braunhaarige fragend an. "Mein Vater gibt mir das nicht, was für ein Baby lebensrettend ist - Was es unbedingt braucht..." Aufmerksamkeit...Liebe...Familie...
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Shareena am So Aug 21, 2011 6:01 am

Schwach nickte die Gefragte. "Mein Bruder. Die Zeit über war er an meiner Seite. Bis er mich und diese Welt verlassen musste..." Erklärte sie mit zitternder Stimme und hob nun ihren Kopf, sodass sie in die blauen Augen von Léon sehen konnte. Faszinierend und gleichermaßen beruhigend wirkten sie auf den Engel. "Ich verstehe gut was Ihr meint. Er sollte Euch geben was Ihr verdient." Nun lächelte sie leicht. "Ich bin mir sicher Ihr habt ein großes Herz und habt es verdient geliebt zu werden." Waren die Worte des Engels.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Léon Nemours am So Aug 21, 2011 6:06 am

Dankbar lächelte Léon den Schutzengel an und war erstaunt in ihr einen gleichgestellten Gesprächspartner gefunden zu haben, der wahrscheinlich auch den selben Schmerz verkraften musste. "Meine Mutter ist neben meinem Vater die einzige, die mir den nötigen Halt gibt und mir versichert, dass sie mich liebt. Mein Vater hingegen hat nur wenige Wörter zu mir gesagt, er ist ständig mit Geschäften beschäftigt und hat sich nicht mal um mich gekümmert als ich sterbenskrank im Bett lag...Noch heute habe ich mit den Folgen zu kämpfen...", seufzte er und senkte den Kopf, obwohl Shareena direkt in seine blaue Augen sah und er so den Blickkontakt unterbrochen hatte. "Ich bedanke mich für Eure schmeichelnde Worten...Ich bin froh, nicht so einen herzlosen Charakter wie meinen Vater zu haben."
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Shareena am So Aug 21, 2011 6:12 am

Ruhig und aufmerksam lauschte sie den Worte Léons, nur einmal war sie in Gedanken, doch hörte sofort wieder zu. "Mutter..." murmelte sie und war ein wenig verwundert. Dieses Wort, was für viele so normal klang, brachte sie zum nachdenken. "Ich erinnere mich nicht einmal mehr daran, wie sie aussah. Sie war eines Tages verschwunden..." murmelte sie und schüttelte kurz den Kopf, um klare Gedanken zu bekommen.
Er war krank? Trägt die Folgen noch immer mit sich mit... "Was für Folgen sind es, von welchen Ihr sprecht?" Fragte sie vorsichtig.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Léon Nemours am So Aug 21, 2011 6:20 am

Überrascht hob Léon seinen Blick wieder an und sah Shareena fragend an, er war darüber verwundert dass sie den Begriff Mutter nachdenklich gemurmelt und dann noch erwähnt hatte, dass ihre eigene eines Tages plötzlich verschwunden war. Er sah aber, dass sie ihren Kopf schüttelte um wieder freie Gedanken zu haben weswegen er sich auch auf ihre Frage konzentrierte obwohl er sie mitfühlend anlächelte. "Es war für die Ärzte eine unbekannte, und dennoch sehr gefährliche Krankheit...Ich war 12 Jahre alt als ich mit dem Virus infiziert wurde - Er stahl meinem Körper seine Kräfte und saugte wie Dämon an meinem Leben. Ich war kurz vor dem Tod, doch meine Mutter hatte den besten Doktor im Lande kontaktiert und dieser hat mich auch untersucht. Dank einer von ihm entwickelten Medizin konnte ich überleben, ich muss für den Rest meines Lebens dieses Getränk nehmen - Wenn ich es vergesse, wird der Virus in meinem Körper nicht mehr unterdrückt und er verursacht einen noch vervielfachten Schaden...Es kommt vor, dass ich hin und wieder Blut spucken muss weswegen ich auch immer Taschentücher bei mir habe, wobei einige noch immer Blutspritzer darauf haben. Ich weiß nicht was er in mir anstellt, aber der Arzt meinte dass meine Regnerationsfähigkeit sehr gut ist...", erzählte Léon überlegend. ...und dass der Virus sehr aggressiv wird falls sich in meinem Körper etwas ändern sollte
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Shareena am So Aug 21, 2011 6:31 am

Nachdenklich hörte sie zu. Ihr selbst war solch eine Krankheit nicht bekannt. Auch musste sie sich in den letzten 300 Jahren keine Gedanken über Krankheiten machen. "Ich habe zwar sehr gute Heilkräfte...doch bin ich gegen eine natürlich Krankheit in diesem Sinne machtlos." Gab sie betrübt zu und sah leicht zu Boden.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Léon Nemours am So Aug 21, 2011 6:37 am

"Und dabei beten die Priester immer, dass Engel die Krankheiten von uns Menschen heilen könnten...Oder sogar der liebe Gott, wie so mancher Pfarrer zu mir in der Kindheit gesagt hat...", entgegnete Léon und blickte für einen kurzen Moment finster zur Seite damit Shareena seinen Ausdruck nicht sehen konnte. Letztendlich seufzte er wieder und sah seinen Schutzengel wieder lächelnd an. "Seid unbesorgt, ich habe damit gelernt mit meiner Krankheit umzugehen."
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Shareena am So Aug 21, 2011 6:59 am

Der Engel verstand ihn gut. Ob ungewollt oder nicht, erinnerte er sie immer mehr an ihren Bruder. War es Schicksal, dass ausgerechnet sie zu ihm kam? Selbst wusste sie keine Antwort, doch hatte sie schon vor langer Zeit gelernt, dass einige Dinge nicht beeinflussbar sind und schon vorher bestimmt wurden. So hatte sie eine zweite Chance bekommen, vielleicht aus dem Grund, gerade Léon zu treffen und mit ihm das Schicksal zu teilen. Vielleicht hatten sie nicht die gleichen Ziele, doch nie wurde es ihnen leicht gemacht, vielleicht, gerade aus diesem Grund, konnte Shareena ihn verstehen und er sie. Doch die Fragen würde ihr nie jemand beantworten können. Es komme, wie es würde. Sie war nun hier und würde ihre Chance nutzen. Nicht zuletzt wollte sie Léon schützen und aus einem ihr unbekannten Grund war es für die Braunhaarige ein schönes Gefühl, jetzt hier mit ihm zu sitzen und einfach zu reden. Leicht schüttelte Shareena den Kopf und trug ein zartes Lächeln auf den Lippen. "Grämt Euch nicht. Wenn Gott nicht besorgt um Euer Leben wäre, hätte er mich nicht zu Euch gesandt."
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Léon Nemours am So Aug 21, 2011 7:52 am

War es normal, dass sich ein normaler Mensch in der Gegenwart eines Engels sich beschützt und einfach nur angenehm fühlte? Léon lächelte seinen Schutzengel dankbar an und ließ seinen musternden Blick über ihre zarte Gestalt wandern. Er fühlte sich ausgesprochen wohl in Shareenas Nähe, vielleicht war ihre göttliche Abstammung der Grund dafür - oder auch ihr süßes Lächeln, ihre Schönheit und ihr stilles und dennoch freundliches Wesen. Plötzlich verscheuchte der Blauäugige diesen Gedanken und schüttelte locker seinen Kopf, es war irrsinnig das was er sich gerade gedacht hatte. Schlussendlich musste er zugeben sich bei ihr wohl zu fühlen und darüber froh zu sein, dass sie zu ihm geschickt worden war um ihn zu beschützen und zu folgen. "Das ist nun auch wieder wahr...Als ich noch ein krankes Kind war, bin ich nachts immer heimlich aus dem Bett geschlichen und bin auf die Terasse vom meinem Zimmer gegangen obwohl meine Verfassung schlecht war. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich begeistert in den Sternenhimmel geschaut habe und dann still zu Gott gebetet habe, bald gesund zu werden und jemanden zu finden der weiß, wie es in meinem Inneren aussieht." Léon lachte leise und sah mit leicht schimmernden Augen abwesend in die Luft als er von seiner Kindheit erzählt hatte. "Ich danke Gott, dass er mir Euch geschickt hat...dennoch habe ich noch etliche Fragen. Was passiert nun? Kann nur ich Euch sehen oder sind auch andere Personen in der Lage, Euch in Menschengestalt zu sehen? Seid Ihr immer sichtbar oder könnt Ihr Euch unsichtbar machen?" Er sah Shareena abwartend an und konnte sehen, dass sie ein wenig mit seinen Fragen überfordert war.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Shareena am So Aug 21, 2011 4:36 pm

Shareena schmunzelte leicht über all diese Fragen, doch musste sie erneut nachdenken, was sie nun antworten könnte. Es war das erste Mal, dass sie als Engel auf der Welt war. Was ihr jedoch vorerst durch den Kopf ging, war der Gedanke, das Léon dankbar dafür war, dass sie nun hier war. "Selbst habe ich noch keine Erfahrungen, darum weiß ich es auch nicht genau. Ich denke jedoch, dass meine Menschengestalt für jeden zu sehen ist. In meiner anderen Gestalt könnt Ihr mich sehen und die, denen ich mich offenbare." Beantwortete sie nun seine Fragen und hoffte, dass er mit den wenigen Informationen, die sie ihm gab, etwas anfangen könnte.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

Beitrag von Léon Nemours am So Aug 21, 2011 9:18 pm

"Habt Dankt, auch wenn es wenige Informationen sind helfen sie mir sehr...", entgegnete Léon auf Shareenas Antwort und lächelte sie leicht an bevor er seinen abwesenden Blick wieder in die Luft richtete. Und was nun? Dem rothaarigen entfuhr ein resignierter Seufzer, er wusste nicht wohin mit seinen Gedanken bis er auf einmal einen stechenden Schmerz in seiner Brust spürte und sich seine blauen Augen erschrocken weiteten. Sofort griff er unter seinen schwarzen Mantel um ein Taschentuch hervor zu holen, beinahe aus Reflex hielt er das weiße Stoff vor den Mund bevor das Blut seinen Rachen hinauf kam und er mit geschlossenen Lidern den Lebenssaft ausspuckte. Er bemühte sich, dass Shareena nicht viel von dem mitbekam - immerhin hatte er schon einmal miterleben müssen, dass seine Mutter davor Angst hatte Blut zu sehen und fast einen Schock bekam. Verdammt, wie sehr ich das hasse...und wie viel Furcht es mir bereitet Mehrmals musste Léon husten um das Blut in seinen Mund hinaus zu befördern, der Schmerz schnürte ihm die Kehle zu ehe das Stechen in seiner Brust verschwand und nur noch der eiserne Geschmack von Blut zu schmecken war weswegen der 19-jährige eine ekelhafte Grimasse zog. "Entschuldigt mich bitte...", hauchte er und wischte sich mit einer sauberen Ecke des blutigen Taschentuches den Mund ab bevor er seinen Schutzengel gequält ansah.
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Re: Das Anwesen von der Nemours-Famile

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