Am Fuß des Drachenberges

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Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Aiwend Andur am Mi Aug 17, 2011 5:09 am

Aiwend hatte den weiten Weg von seiner Heimat auf sich genommen um eine Reise zu bestreiten die ein jedes Mitglied seiner Familie auf sich nehmen muss.

Am Drachenberg kann jeder aus der königlichen Familie herausfinden ob das Lichttotem, der Drache der in seiner Seele wohnt schon erwacht ist und hier wird er das erste Mal hervorbrechen.



So war nun auch Aiwend zum Drachenberg gereist um herauszufinden ob sein Lichttotem schon erwacht ist.

Seit einigen Tagen nun wanderte er schon am Drachenberg herum und hat schon viele Stunden meditiert.

Über dem Berg lag eine mächtige Aura, die von den Drachen die hier lebten "produziert" wurde.

Nun saß er auf einem großen Stein am Fuße des Berges und sah auf den Talisman an seinem Hals hinab. Der kleine Stein den er in der Hand hielt bestand aus einer Art Stein, die es schon lange nicht mehr in irgendeinem Steinbruch zu finden gab. Auf dem Stein schien im Mondlicht eine Mondsichel. Es war zur Zeit eine zunehmende Mondphase. Die Kraft seines Naturtalismans durchströmte ihn, doch eine Spur von seinem Lichttotem konnte er noch nicht spüren.

Er seufzte und legte sich auf den Rücken um die Mond zu beobachten.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Calenleya Moranmalorgrorn am Mi Aug 17, 2011 5:17 am

Glücklicherweise wehte nur ein schwacher Wind ohne Schnee, als Calenleya im Sturzflug den steilen Berg zu Andarius Höhle führend hinabrauschte. Es befreite sie, mit ihren Flügeln durch die Luft fliegen zu können. Vielen Geschöpfen blieb es verwehrt, zu fliegen. Und das war wirklich bemitleidenswert. Weit unten, als Cally einige hunderte Meter zurückgelegt hatte, hielt sie mit den Flügeln schlagend in der Luft an. Sie benutzte ihre letzte Astralenergie für einen Erkennungszauber. Einige Lebewesen, die hier waren, erkannte sie nun als lila Wolken, egal, ob sie von einem Baum oder Fels verdeckt wurden. So erkannte sie auch eine menschlich aussehende Gestalt, was aber nicht hieß, dass es ein Mensch sein musste. Leise über der Kreatur schwebend blickte Calenleya auf sie nieder. Es war ein männlicher Elf, so viel erkannte sie. Doch sie bemühte sich nicht um einen Wandlungszauber. Sie wollte auf Andarius hören und versuchen, "nett" zu sein. Einige Meter entfernt kam sie zur Erde nieder und ging langsam und respektvoll auf den Elf zu. Sie versuchte, ihre Triebe zu unterdrücken, den Bann, der den Mann einwickeln wollte, zu unterdrücken und legte ihre Flügel an. Sie hoffte, auch wenn sie sich in ihrem dämonischen Aussehen zeigte, er würde sie nicht angreifen. Nett sein. Wie das wohl aussehen wird, wenn ich es versuche?
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Aiwend Andur am Mi Aug 17, 2011 5:26 am

Aiwend lag dort auf dem Stein und besah sich den Mond.

Noch eine Woche, dann würde er wieder voll sein.

Dann hörte er auf einmal wie sich ihm jemand näherte.

Er sah sich um und sah noch knapp 100 Meter entfernt ein weibliches Wesen in der Luft schweben, dass auf ein zu kam. Er konnte sie, dank der guten Augen, die seinem Volk geschenkt wurden, jetzt schon genau beobachten.

Es war eine Frau von menschlicher Größe, doch hatte sie eine blaue Haut.

Eine Dämonin?, dachte Aiwend sich und setzte sich wieder auf. Er setzte sich auf und schuf einen Schild um sich.

"Was willst du, Dämonenfrau?", rief Aiwend ihr misstrauisch entgegen.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Calenleya Moranmalorgrorn am Mi Aug 17, 2011 5:33 am

Dämonenfrau?! Was fällt dir eigentlich ein, verdammter Elf? "Solange du mich nicht verrätst, sind wir Freunde." Andarius Stimme tauchte plötzlich in Callys Kopf auf, als sie dabei war, sich vorzustellen, was sie alles mit dem Elf tun würde. Sie beruhigte sich unter großem Widerstand, straffte kaum merklich die Schulter und richtete ihre Amethystkette nochmal. Sie blieb stehen, um zu signalisieren, dass sie nicht gegen den Willen ihres Gegenübers näher kam. "Ihr seid an einem Drachenberg!", rief sie zurück mit einem gewissen Ernst in der Stimme. "Glaubt Ihr, hier alleine zu sein? Ich bin eine Halbdämonin, kein Dämon! Abgesehen davon Drachenreiterin, falls Ihr Euch fügen würdet, diesen Gedanken anzunehmen."
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Aiwend Andur am Mi Aug 17, 2011 5:42 am

Aiwend ließ den Mondtalisman vor seiner Brust baumeln und stand auf. "Ich muss mich wohl für meinen Umgangston entschuldigen", sagte er höflich und verneigte sich leicht. "Ich bin noch nie Halbdämonen begegnet und die letzten richtigen Dämonen denen ich begegnet bin, haben meine Heimat angegriffen", bei diesem Gedanken erschauderte er. Langsam schritt er auf sie zu. "Ich weiß, dass wir an einem Drachenberg sind", sagte er mit einem leichten Lächeln. "Wo bleiben meine Manieren", er brachte nun ein richtiges Lächeln zustande, "mein Name ist Aiwend Andur", er verneigte sich nochmals. "Und wie ist Euer Name, werte Drachenreiterin?"
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Calenleya Moranmalorgrorn am Mi Aug 17, 2011 5:46 am

Nun stell dich nicht falsch an. Keine Schikane, keinen Spott, keine Witze. Dieses Gefühl, was er zeigt, nennt man glaube ich Reue. Es tut ihm leid, wie er reagiert hat. Nun gut. Innerlich überlegend, aber dann gefasst entgegnete Cally: "Ist... schon in Ordnung. Ich kann Euch Eure Skepsis nicht verübeln. Dämonen stammen nun mal aus der Hölle, wenn man sie so nennen kann. Ich heiße Cally, mein vollständiger Name ist, auch wenn viele ihn sich gar nicht merken oder ihn aussprechen können, Calenleya Moranmalorgrorn." In der Hoffnung, die erste Hürde geschafft zu haben, lächelte sie schwach. "Der Nachname klingt für mich ein bisschen... nach einem Ork ähnlichen Ursprung, doch ich stamme von einer Dämonin und einem Drachenreiter ab. Ihr seid Elf, wie ich erkenne? Was macht Ihr am Drachenberg?"
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Aiwend Andur am Mi Aug 17, 2011 12:14 pm

Aiwend lächelte.

"Das ist ein interessanter Name. Und er erinnert, wie Ihr selber schon sagt, eher an einen Ork Namen, doch habe ich ähnliche Namen auch schon bei Wesen gehört, die besser als Orks sind", er seufzte.

"Ja, das ist richtig ich bin ein Elf", er lächelte erneut, "wenn man es ganz genau nimmt ein Hochelf."

Er sah sich um und sah dann wieder Cally an.

"Ich versuche hier meinen Drachen zu erwecken", er sah auf den Talisman an seiner Brust herab, "doch ich vermute, dass mir das erst in zwei Tagen bei Vollmond gelingen wird", sagte er.

"Und ich vermute, Ihr habt Euren Drachen besucht?"
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Calenleya Moranmalorgrorn am Do Aug 18, 2011 12:47 am

Er suchte also seinen Drachen. Irgendwie machte dieser Gedanke Aiwend sehr sympathisch, obwohl er ein Elf war. Von Elfen war Cally meistens zurückgewiesen worden, als sie versuchte, sie in ihren Bann zu ziehen. Doch dieser schien wirklich freundlich zu sein, wenn er einen erst mal ohne Gefahr gegenüber treten konnte. Und dass sie beide zu Drachenreitern zählten, wenn er seinen erweckt hatte, gefiel ihr. Zumindest musste Calenleya lächeln, als sie daran dachte, dass dieser Hochelf keine Gefahr für Andarius darstellen würde.
"Ja, das ist wahr", bestätigte sie den Besuch. "Ich darf Euch leider nicht verraten, wo mein Drache sich befindet, weil er scheu ist und Angst vor Drachenjägern hat. Nur ich und er kennen seine Höhle. Aber abgesehen davon wäre sie ohnehin nicht leicht zu erreichen. Sie ist von mächtigen Zaubern geschützt, die von mir stammen, weil ich teils sogar bei meinem Drachen wohne. Wir verstehen uns prächtig. Sein Name ist Andarius." Sie schwärmte fast schon von ihm, aber nur, weil er ihr einziger Freund war. Eben jemand, der ihr verdammt viel für eine Succubus bedeutete.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Aiwend Andur am Do Aug 18, 2011 1:40 am

Aiwend nickte.

"Das hört sich doch ganz nett an", sagte er und setzte sich wieder auf den Stein. "Ich habe die weite Reise von meinem Königreich aus gemacht, um meinen Drachen zu erwecken. Seine Kraft ist noch nicht erweckt worden und ich hoffe, dass es bei diesem Vollmond klappt".

Er seufzte.

"Du musst wissen, als Mitglied der königlichen Familie der Hochelfen ist mein Leben gesegnet durch eine Naturkraft, dem Mond. Und dadurch ist mein Partner ein Drache, der durch den Mond mit dem Element Licht verbunden ist", er hielt kurz inne, "aber ich rede zu viel", er lachte.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Calenleya Moranmalorgrorn am Do Aug 18, 2011 1:47 am

Calenleya hörte einfach zu und kniete sich hin, auch wenn die rauen Felsen auf ihrer blauen Haut ein wenig schmerzten. Vorsichtig legte sie die Flügel an, bevor sie antwortete. "Du redest bestimmt nicht zu viel. Ich mag es, über Drachen zu sprechen. Das mache ich auf häufig mit Andarius. Er ist über 500 Jahre alt, schon quasi ein Senior unter den Drachen. Sein Element ist das Eis, ich liebe es einfach, wenn er Dinge in ein durchsichtiges Gefängnis aus Kälte sperrt. Oder wenn er mich mit einem kalten Nebel kitzelt. Ich muss zugeben, ich bin ein bisschen kindisch und er erwidert das gerne." Ein leichtes Grinsen huschte über Callys Lippen, als sie eine Eigenschaft von sich preisgab, von der nur Andarius wusste. "Ach ja, und er ist extrem groß. Ausgewachsen allemal, aber groß. Ich mache nur einen Bruchteil von ihm aus. Sein Kopf ist das fünffache von mir, sozusagen." Insegeheim versuchte die Succubus ein bisschen anzugeben, weil sie selbst so beeindruckt von ihrem Drachen war, aber es war keine Absicht.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Aiwend Andur am Do Aug 18, 2011 2:05 am

Aiwend kicherte. Sie brüstete sich sehr mit ihrem Drachen, doch Aiwend hatte das schon immer bei Drachenreitern bemerkt, dass sie oft sehr stolz waren.

Dennoch musste er schmunzeln. "Ein Senior unter den Drachen?", fragte er. "Was soll ich denn dann sagen? Ich bin 2549 Jahre alt und mein Drache ist genauso alt wie ich", sagte er und musste lachen. "Ich weiß noch nicht wie groß mein Drache ist, ich habe ihn ja auch noch nicht einmal gesehen, außer in einer Vision, als meine Naturkraft erwacht ist in mir", er spielte mit einer Haarsträhne. "Nicht, dass ich dich jetzt irgendwie beleidigen möchte, aber ich habe noch nie von einem Dämon oder einem Halbdämon gehört, der sich mit einem Drachen eingelassen hat bzw. mit dem sich ein Drache eingelassen hat. Also, wenn ich fragen darf: Wie bist du zu deinem Drachen gekommen?", er war nun wirklich interessiert.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Calenleya Moranmalorgrorn am Do Aug 18, 2011 2:13 am

Wegen der freundlichen Warnung fühlte sich Cally auch nicht angegriffen. Doch das neben ihr ein Mann saß, der mehr als 90 mal so alt wie sie sein sollte, war schier unglaubwürdig. Er sah gerade mal ähnlich alt wie sie aus. Und Andarius hatte ihr nie gesagt, dass es so verdammt alte Drachen gab. 500 erschien ihr schon so immens.
"Das kommt davon, dass der Mann, der mich gezeugt hat, ein Drachenreiter war. Ein edler und starker in den Augen der normalen Leute. Deshalb ist meine andere Hälfte ein Mensch, weil meine Mutter sich meinen toten Vater dafür aussuchte, um mich zur Welt bringen zu können", erklärte sie sanft. "Ich bin mit den Fähigkeiten als Drachenreiterin geboren worden. Reiter sind keine Rasse, aber solche Dämonen wie ich übernehmen jegliche Talente, Erfahrungen und Eigenschaften ihrer Eltern bei ihrer Geburt. Und so war ich quasi als Reiterin zur Welt gekommen." Dann dachte sie an das Treffen mit Andarius zurück und wurde nostalgisch.
"Und wie ich zu Andarius gekommen bin? Ich war einfach in den Bergen auf der Suche nach einem Drachen. Er wurde in seiner Höhle von Jägern angegriffen, die ihn für sein Blut, seine Schuppen und seine Knochen töten wollten. Ich habe ihn gerettet und dafür war er mir ser dankbar. So sind wir nicht nur Freunde, sondern auch Partner geworden. Ich haeb zwar noch keinen Stein, mit dem ich eine wirkliche Drachenreiterverbindung zu ihm haben kann, aber es ist ihm extrem wichtig, dass wir Freunde bleiben und uns nicht gegenseitig verraten." Nachdenklich blickte Cally zu Aiwend hoch, um seine Reaktion abzuwarten. "Ich bin eine Succubus", fügte sie hinzu.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Aiwend Andur am Do Aug 18, 2011 2:17 am

Aiwends Braue zuckte kurz hoch, als er hörte, dass Cally eine Succubus war, doch lies er sich seinen Schreck und seine Überraschung nicht anmerken.

"Das hört sich wirklich abenteuerlich an", bemerkte er lächelnd.

Dann ging er auf ihre Reaktion ein, als er sein Alter genannt hatte.

"Überrascht, dass ich so alt bin?", fragte er breit grinsend. "Ich bin noch relativ jung, für hochelfische Verhältnisse. Mein Vater kann sich nicht mehr genau erinnern, wann er geboren wurde, aber er denkt, dass er so um die 25000 Jahre alt ist", er konnte ein Lachen nun nicht mehr unterdrücken.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Calenleya Moranmalorgrorn am Do Aug 18, 2011 2:40 am

Ein ironisches Lachen entfuhr Calenleya, als sie auf den Boden vor sich schaute. "Ja klar", entgegnete sie. "Und dein Großvater hat die Entstehung unseres Planeten mit eigenen Augen gesehen? Wenn du mich zum lachen bringen willst, mach ruhig weiter." Grinsend drehte sie ihr Gesicht zu seinem und zog ihre blaugrüngraue Schwanzspitze über den Fels hinter sich. Ein Zeichen, dass sie sich wohlfühlte. Fast wie bei einem Hund. Ob die Geste auffiel?
"Succubi können bis zu 300 Jahre alt werden im Normalfall, viele erweitern ihre Lebenserwartung mit Zaubern, weil sie mit jedem Jahr mehr Macht erlangen. Ebenso Incubi. Sie werden genauso alt. Aber ich bin erst 26, Aiwend. Du willst mir sagen, dein Vater wäre so alt?" Ihre Ungläubigkeit ging in ihrem Amusement unter. "Ihr Elfen dürftet mehr zu erzählen haben, als irgendwelche Krieger, die in ihrem Leben einiges durchmachen." Cally wurde ein bisschen ruhiger und lenkte das Thema wieder auf ihre Natur. "Und ein Succubus wie ich... weißt du, wofür solch ein Halbdämon lebt? Beziehungsweise diese Art von Dämon?" Ob er es wusste, interessierte sie wirklich.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Aiwend Andur am Do Aug 18, 2011 2:53 am

Aiwend funkelte sie an. "Wenn man es genau nimmt sind wird Elfen unsterblich, außer wird werden durch Magie oder Waffen tödlich verwundet", erklärte er und man konnte ein wenig unterdrückten Zorn in seiner Stimme hören. Er sah, wie sie mit ihrem Schwanz über den Stein strich und lächelte unweigerlich.

"Ich habe schon viel über Dämonen gehört und unsere Religion ist die Schattengleiche. Wir beten die Dämonen des Himmelsreiches, die großen Dämonen an. Ich habe meine Religion studiert, aber ich weiß leider nur sehr wenig über Halbdämonen. Wofür lebt ein Halbdämon denn?", er lächelte und sein Lächeln strahlte sein Interesse aus. Ja, nun war er wirklich interessiert an den Erzählungen von Calenleya und vielleicht konnte so die erste richtige Freundschaft zwischen einer (Halb-)Dämonin und einem Elfen werden.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Calenleya Moranmalorgrorn am Do Aug 18, 2011 3:09 am

Unsterblich? Das würde so ein Vollblutdämon gerne sein, aber er selbst ist es nie ohne Hilfsmittel. Und ich dachte, Elfen wären nur langlebig. Calenleya war klar geworden, dass ihre Heiterkeit falsch gewesen war. Nur weil sie es nicht glaubte, stimmte es trotzdem. Ihr gefiel es auch nicht, wenn man einen Dämon wie sie als Hure oder ewig gespreizte Nachtschwalbe bezeichnete. Daran gab es genug Erinnerungen.
"Wie die Vorurteile sagen, leben Dämonen für das Schlechte. Sie bringen Schande und Schmerz über das Volk und sind selbstsüchtig und tückisch. So kennt man uns", erwiderte sie mit einem leichten Knick in der Stimme. "Ich betrachte mich schon gern als Dämon, obwohl ich zur Hälfte doch Mensch bin. Ein Succubus lebt dafür, so viele Männer zu verführen, wie es ihm gelingt. Ein Incubus tut dies mit Frauen. Es gibt zwei Sorten von uns sozusagen. Wir haben auch Geschlechter und die werden eben auf die Menschen angepasst. Incubus: Frauen; Succubus: Männer." Ein wenig forschend beobachtete sie Aiwends Mimik. Ob er sich bedroht fühlte, dass sie sagte, sie würde Männer verführen, weil daraus ihr Leben bestand?
"Aber nicht... der Akt ist das Wesentliche", fuhr Calenleya fort. "Ich wurde, wie du weißt, geboren. Meine Mutter hat einen Mann getäuscht, den Drachenreiter, um ein Kind zu kriegen. Der Vorbestand der Rasse ist die Existenz. So wie bei eigentlich jedem Volk. Das müsste auch bei Elfen so sein, auch wenn ihr sehr alt werden könnt und somit quasi immer die Möglichkeit habt, euch auszusuchen, wann ihr Eltern werdet. Das andere Geschlecht zu täuschen, ist für Succubi und Incubi eigentlich nur Überleben. Wir rauben, um Essen und Geld zu haben. Wir tun so, als wären wir ein Mensch, um bei jemandem unterkommen zu können. Genaugenommen müssen wir die Menschen täuschen, weil sie uns nie so annehmen würden, wie wir aussehen. Und diese Täuschung ist zum normalen Verhalten geworden, das uns zugeschrieben wird. Wir sind diejenigen, die nachts bei jemandem vorm Bett stehen und ihm seine intimsten Träume erfüllen, um unser Überleben zu sichern.
Leider ist unsere Natur so veranlagt, dass wir es auf diese... unsittliche Art machen. Elfen haben es wahrscheinlich viel leichter, auch wenn mir gesagt wurde, sie wären nicht gern bei Menschen gesehen." Cally seufzte auf und verschränkte die Arme. "Aber ich bin auch ein Mensch. Das ist vielleicht das Angenehmste an mir. Mein Drache sagt, trotz meiner Dämonenmutter habe ich ein Herz und Gefühle. Nicht umsonst besteht zwischen uns eine großartige Freundschaft." Sie lächelte schwach und schaute in den Mond hinauf.
"Volldämonen sind anders. Sie sind wirkliche Monster. Vor denen habe sogar ich Angst. Dort meldet sich mein menschlicher Teil. Diese Wesen bestehen nur aus schlechtem. Dämonen sind Monster, Halbdämonen sind Menschen, die mit einem Fluch leben müssen, den sie selbst aber nicht realisieren und deshalb auch wie ein Dämon erscheinen."
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Aiwend Andur am Do Aug 18, 2011 3:18 am

Aiwend hörte Cally die ganze Zeit aufmerksam zu.

"Oh ja, Volldämonen sind Monster", er seufzte, "unsere Armeen haben schon oft gegen solche gekämpft und ich habe schon viele gute Freunde sterben sehen."

Er sah zum Mond hinauf.

"Doch habe ich noch nie mit einem Halbdämonen gesprochen und ich finde du bist echt nett. Auch wenn du mit deinem Drachen gut zu stehen scheinst, freut mich das wirklich für dich. Weil ich kann mir denken, dass du häufiger Probleme mit anderen Leuten hast", er überlegte kurz, "nun ja. Einige Menschen mögen uns Elfen wirklich nicht. Sie halten uns für hochnäsige, arrogante Wesen. Dabei beneiden sie uns nur um unser Wissen um die Schmiedekunst und die Magie", er seufzte erneut.

"Aber unser Königreich hat auch Bündnisse mit einigen Völkern der Menschen geschlossen, also so ganz schlecht kommen wir da doch nicht weg", er lachte.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Calenleya Moranmalorgrorn am Do Aug 18, 2011 3:28 am

Also das, was ich mache, scheint anzukommen. Indem man von sich erzählt, ist man nett? Oder indem man einfach nicht schikaniert? Ich muss das noch lernen. Langsam stand Calenleya auf und ging unvorbereitet auf Aiwend zu. Sie beugte sich vor ihn und schaute ihm forschend ins Gesicht, verlor dabei aber kein Wort. Seine Züge entsprachen wirklich dem eines Elfen und sein verdutztes Gesicht war eine annehmbare Reaktion. Dass die Succubus nun ein wenig aufreizend vor ihm stand, war unbeabsichtigt, aber das geschah sowieso sehr oft bei einem Mann in der Nähe. Ihr Vorbau war betrachtbar wie ein Gemälde, ihr lila Kleid spannte sich angestrengt darum. Nebenher breitete die Dämonin die Flügel aus. Die gigantische Größe kam ein bisschen bedrohlich herüber, als Aiwend in einem Schatten versank, aber Cally grinste nur aufheiternd. "Keine Angst", sagte sie und blieb so unbewusst die Aufmerksamkeit auf ihre Reize lenkend stehen. "Finde dich damit ab, dass ich einen etwas wilden Charakter habe. Tut mir leid, dass ich nicht glauben will, dass du unsterblich bist, aber sowas übergehe ich nun mal mit Lachen. Ich kann auch nicht aufhören, wenn ich schon wieder daran denke, wie ich mir einen alten Elf vorstellen soll."
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Aiwend Andur am Do Aug 18, 2011 3:43 am

Aiwend zog eine Augenbraue hoch.

Also entweder versucht sie mich jetzt zu betören, oder si will auf etwas anderes hinaus, dachte er sich. "Ich habe keine Angst", gab Aiwend grinsend zu.

"Von deiner Erklärung her, habe ich damit gerechnet, doch ein wenig erschreckt habe ich mich schon", gab er erneut zu und wurde ein wenig rot im Gesicht.

Der Mond erreichte nun seinen Höhepunkt für die Nacht und Aiwends Pupillen wurden zu einem leuchtenden Ebenbild des Mondes und sein Talisman schimmerte leicht.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Calenleya Moranmalorgrorn am Do Aug 18, 2011 3:47 am

Calenleya richtete sich wieder auf und schaute aus erhöhter Haltung in Aiwends Gesicht. "Deine Augen sind echt faszinierend. Meine sind nur so blau wie meine Haut." Sie gab ein ironisches Wimmern von sich und legte die Finger um ihre Augen herum, als würde sie total neidisch auf die Augen des Elfen sein. Danach grinste sie schief und hörte damit auf. "Naja, jeder von uns hat seine Vorzüge. Kannst du... selbstständig fliegen?", fragte sie neugierig und spreizte ihre Flügel demonstrativ.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Aiwend Andur am Do Aug 18, 2011 3:50 am

Aiwend kicherte.

"Nunja, das liegt daran, dass der Mond gerade seinen Höchspunkt für diese Nacht erreicht hat. Dadurch ist meine Naturkraft für den heutigen Tage am stärksten", erklärte er.

Dann stand er auf und umrundete Cally.

"Selbstständig kann ich nur in einem gewissen Maße fliegen. Ich habe mich ein wenig mit Levitation beschäftigt während meines Studiums der Magie, habe mich aber nie sehr viel damit beschäftigt", sagte er und sah erstaunt ihre Flügel an.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Calenleya Moranmalorgrorn am Do Aug 18, 2011 3:55 am

"Levitation betrachte ich immer als Schweben. Beine heben und über den Boden segeln", scherzte die Succubus und drehte den Kopf nach dem Elf. Sie ließ ihr Flügelpaar offen, als er es musterte. Anschließend drehte sie sich mit verschränkten Armen zu ihm und musterte ihn fast zu lange für mancherlei Geschmäcker. "Hm", entfuhr es ihr und sie legte die Hände an die Hüften. "Du hast zwar noch keinen Drachen, aber ich habe ja von selbstständig fliegen geredet... Ich glaube, es könnte funktionieren." Dann hob Calenleya ihre Lautstärke an, sodass sie besser zu hören war. "Ich könnte dich vielleicht auf deinen ersten Flug mit einem Drachen vorbereiten. Es ist nicht immer leicht mehrere Kilometer in der Luft auf einem eigenwilligen Tier und der Gefahr, runter zu fallen, zu fliegen. Wenn du willst, fliege ich mit dir kurz den Abhang hoch." Ein kleines Grinsen zeigte sich, das nicht nur freundlich war, sondern ein wenig schelmisch. Und wenn wir oben sind, geht's im Sturzflug hinunter. Das wird witzig, meiner Meinung nach.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Aiwend Andur am Do Aug 18, 2011 4:02 am

Aiwend zog seine Augenbrauen zusammen.

"Hmm, ich weiß nicht", sagte er grübelnd. Er war sich unsicher, konnte er der Frau ihm gegenüber schon so sehr vertrauen? Er hatte sie immerhin erst vor einigen Minuten kennengelernt...

So setzte er sich wieder auf den Stein und überlegte.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Calenleya Moranmalorgrorn am Do Aug 18, 2011 4:09 am

Cally drückte die Lippen zusammen und rollte mit den Augen. "Du willst auf einem Drachen fliegen, aber nicht mit einer Kreatur, die sich bereitwillig erklärt, dich vorzubereiten", säuselte sie enttäuscht. Sollte sie vielleicht ihren Bann benutzen, sodass er nach ihren Wünschen handelte? Nein, das wäre hinterhältig und er war nun gerade freundlich zu ihr gewesen. Oder sie hatte es geschafft, so zu handeln, dass er so reagierte...
"Ich würde dich lediglich unter den Armen packen, damit ich dich halten kann." Sie führte eine Bewegung dementsprechend aus, damit er sich es vorstellen konnte. "Dann hängst du zwar ein bisschen ungeschickt, aber du fällst garantiert nicht. So fliege ich dann rauf und wieder herunter. Tut mir leid, dass du dich nicht auf meinen Rücken setzen kannst, aber dann könnte ich meine Flügel gar nicht erst benutzen und wenn ich dich wie ein Tintenfisch an mich drücken würde, würdest du dich auch fragen, ob ich dich nicht mit falschen Absichten zu einer Höhle fliege." Irgendwie war Calenleya ein bisschen eingeschnappt. Gerade versuchte sie, nett zu sein und wurde dann mit der Stirn gegen eine Mauer gestoßen, statt eine offene Tür zu erhalten.
"Naja, ich gebe zu, ich wäre mit dir im Sturzflug zurückgekommen", gestand sie ihren Hintergedanken. "Aber du könntest meinetwegen einen Zauber benutzen und mich hier gefesselt sitzen lassen, ich garantiere meinetwegen, dass ich sonst nichts machen würde." Und darübe rede ich so viel. Wieso lege ich so viel Wert darauf, dass er mein Angebot annimmt?
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Re: Am Fuß des Drachenberges

Beitrag von Aiwend Andur am Do Aug 18, 2011 4:12 am

Aiwend begann zu lachen als sie sich so ein wenig vor ihm aufregte.

"Ist ja in Ordnung. Ich fliege mit dir", sagte er grinsend. Dann stand er auf und legte seinen Umhang, der mit dem goldenen Wappen der Königsfamilie bestickt war ab. "Und du kannst mich so halten, wie es für dich am angenehmsten ist", er zwinkerte ihr zu.
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Re: Am Fuß des Drachenberges

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